Aus Anlass des Barbara-Tags – der Schutzpatronin der Bergleute - fand am Dienstag, 2. Dezember 2025, in der Katholischen Pfarrkirche Sankt Pankratius in Bergheim-Paffendorf ein Ökumenischer Barbara-Gottesdienst. statt. Die Neuapostolische Kirche war nach brüderlichen Kontakten mit der katholischen und evangelischen Kirche in Bergheim erstmals an einem ökumenischen Gottesdienst beteiligt.
Gestaltet wurde der Gottesdienst von Monsignore Franz Josef Freericks, Subsidar im Seelsorgebereich Bergheim/Erft, Pfarrer Martin Trautner von der Evangelischen Trinitatis Kirchengemeinde und Gemeindevorsteher Priester Thomas Kraus von der Neuapostolischen Kirchengemeinde Bergheim. In einem kurzen Grußwort stellte sich auch Pfarrer Hendrik Hülz, der neue Leitende Pfarrer und Kreisdechant den Versammelten vor.
Das Motto in diesem Jahr lautete „In Gemeinschaft Zukunft gestalten.
Nach der liturgischen Eröffnung durch Pfarrer Martin Trautner wurde in der Begrüßung an den begonnenen Advent erinnert und gemeinsam das Lied „In das Warten dieser Welt" (Worte Johannes Jourdan, Weise Felix Mendelssohn-Bartholdy) gesungen. Fortgesetzt wurde der Gottesdienst mit einem Psalmgebet im Wechsel nach Psalm 16.
Danach folgten Kyrie nach „Tau aus Himmelshöhn" und das Tagesgebet. Nach der Schriftlesung aus Jeremia 29, 11-14, folgte der Hallelujavers. Weitere Punkte waren aus dem Evangelium das Wort aus Johannes 15, 11-17 und das Christuslob mit dem Lied „Lob sei dir, Christus“ (Worte Friedrich Dörr, Weise aus dem 17. Jahrhundert, Stralsund).
In seiner Predigt hob Monsignore Franz Josef Freericks die anstehende Fusion der Bergheimer katholischen Kirchengemeinden zu einer Kirchengemeinde Sankt Barbara hervor. Aus den Vorgespächen mit den beiden Geistlichen aus der evangelischen und neuapostolischen Gemeinde habe er erfahren, dass auch sie solch Prozesse durchlaufen oder durchlaufen haben. Er übertrug dieses Bild auf die Region des Rheinischen Braunkohlereviers und auf die davon betroffenen Menschen. Nachdrücklich wies er darauf hin, nicht den Kopf in den Sand zu stecken sondern mutig und freudig weiterzugehen.
Nun erfolgte der Übergang zum Barbaratag, eingeleitet durch den gemeinsamen Liedvortrag „Das Fest der heil’gen Barbara“ (Worte eines unbekannter Verfassers, Weise nach einem schlesischen Volkslied um 1820), in dem das Leben und Schicksal der Heiligen Barbara dichterisch beschrieben ist.
Nach dem Vortrag „Gedanken zum Barbaratag“ stimmten alle etwas wehmütig das Rheinische Bergschullied an, weil diese Schule inzwischen geschlossen werden musste. Das Lied nach Worten von Karl Heinz Grabe gesungen auf einer Melodie des Kölner Heimatdichters Willi Ostermann endete mit der Aufforderung an alle im Rheinischen Braunkohlenrevier:
„Wo sich die Hände reichen, Bergmann und Obrigkeit
wo unser Schlägelzeichen gilt noch für lange Zeit.
Wo seine Heimat findet auch unser Lebenslauf,
dort lasset uns erhalten den Bergmannsgrruß „Glückauf!“„
Es folgte ein gemeinsames Fürbittgebet der 3 durchführenden Geistlichen. Danach wurde gemeinsam das "Vater unser“ gebetet und der Segen Gottes erteilt. Kraftvoll endete der Gottesdienst mit dem bekannten Bergmannslied „Glück auf! Glück auf! Der Steiger kommt“.
Nach Dankesworten aus dem Kreis der Bergleute wurden die Anwesenden zu einem gemeinsamen Imbiss eingeladen. U.A. wurde dabei auch an die von Bergleuten gestiftete Barbara-Kapelle in Quadrath-Ichendorf erinnert. (Bilder der Kapelle von Wikipedia, Fotograf: Fniessen). Ebenso wurde noch Einiges aus dem Leben der Heligen Barbara berichtet. Noch einmal wurde an die Heilige Barbara und ihre Bedeutung für die Bergleute erinnert. Wie üblich klang das Zusammensein dann mit dem gemeinsam gesungenen Steigerlied und der Strophe "Wir Bergleut‘ sein, kreuzbrave Leut" aus, wobei bei der Schlusszeile "und saufen Schnaps" mit einem klaren Schnaps auf das Wohl der Bergleute angestoßen wurde.
Text: Alfred Krempf, Fotos: Erhard Fußk
3. Dezember 2025
Text:
Alfred Krempf
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
