Nach einigen kreativen Zoom-Sitzungen der Bezirkskinderbeauftragten Köln Ost/ Köln West und Bonn stand schnell fest: Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sollen die Möglichkeit haben, sich bereits vor ihrer Jugendzeit kennenzulernen, um gemeinsam in die Jugend starten zu können.
Es entstand die Idee einer Konfirmandenfreizeit in Form eines gemeinsamen Wochenendes am 29./30.03.2025 in der Jugendherberge in Bad-Honnef unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“.
Bereits zwei Wochen zuvor fand der erste gemeinsame Konfi-Blockunterricht statt, bei dem erste Kontakte geknüpft wurden. Entsprechend fröhlich und erwartungsvoll reiste die lebhafte Gruppe in der Jugendherberge in Bad Honnef an.
Gemeinschaft erleben – draußen und drinnen
Bei bestem Wetter startete das Wochenende mit Kooperationsspielen im Freien: Kennenlern-Bingo, der Fröbelturm und eine biblische Wettkampf-Rallye brachten Bewegung, Spaß und inhaltliche Tiefe zusammen. Ob Keks-Ausstechen, Gummistiefel-Weitwurf, biblische Rätsel, Regenrinnen-Geschicklichkeit oder die gemeinsame Lava-Bekämpfung– das abwechslungsreiche Programm sorgte für viele Lacher und Teamgeist.
Überraschend lebhaft ging es auch in der Freizeit der Konfirmanden und Konfirmandinnen zu, die für Spiel, Spaß, Gemütlichkeit und Austausch genutzt wurde.
Vorbereitung auf den Kindergottesdienst
Am Sonntag standen neben Zimmerräumen und gemeinsamer Freizeit auch die Vorbereitung und Einstimmung des in der Herberge stattfindenden KiGo‘s auf dem Programm. Hierzu waren auch die 3 Bezirksjugendbeauftragten der Bezirke eingeladen, um sich den Konfirmanden/-innen schon einmal vorzustellen. Gemeinsam bereiteten sich die Konfis auf den anstehenden KiGo vor: Es wurden Dankesblumen gebastelt, Altarschmuck gestaltet, das Textwort über ein „Stille-Post“-Spiel erarbeitet und Liedtitel mithilfe von Emojis erraten – eine kreative und zeitgemäße Vorbereitung auf einen besonderen Gottesdienst. Kurz vor dem Gottesdienst stimmte ein Konfirmand die kleine Gemeinde durch ein berührendes Klavierstück ein.
„Und lasst uns aufeinander achthaben …
Mit dem Wort aus Hebräer 10, Vers 24 „Und lasset uns aufeinander achthaben und anspornen zur Liebe und zur guten Werken“ diente die Priesterin Sibylla Ryll-Gerber den Teilnehmenden. Zu Beginn bezog sich die Priesterin auf die entstandenen Dankesblumen und deren Vielfältigkeit (Danke für Familie, das Wochenende, Gesundheit, Freunde, etc.…). In einer berührenden Geschichte wurde von einer älteren Frau erzählt, die fünf Bohnen in ihrer Rocktasche von einer Seite zur anderen wandern ließ – jedes Mal, wenn sie etwas Schönes oder Gutes erlebte. So wurde das Thema „Dankbarkeit“ greifbar. Im Anschluss daran wurde näher auf das Textwort eingegangen. Gemeinsam wurde überlegte, was es bedeutet, aufeinander achtzuhaben und wie dies gelingen kann. In einer persönlichen Reflexion schrieb jeder Teilnehmende einen Gedanken zum Thema „Aufeinander Achthaben“ auf eine Lupennotiz – ein stiller, aber bedeutungsvoller Moment.
Um das Ganze zu vertiefen, trug Holger Gräf eine moderne Lesung des Bibelwortes vor. Achtsamkeit bedeutet, Rücksicht zu nehmen, „Stopp“ zu sagen, wenn nötig, und Respekt zu zeigen. Insbesondere war Jesu in der Achtsamkeit auch hierbei ein Vorbild, als er 99 Schäfchen zurückließ, um das eine Verirrte zu suchen, so die Priesterin!
… und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“
Auch der weiterführende Teil des Textwortes wurde näher beleuchtet. In einem anschaulichen Rollenspiel wurden drei verschiedene Trainer-Typen dargestellt, die in verschiedener Weise die Konfis zum Sport anspornten: Liebevoll und motivierend, desinteressiert und gelangweilt sowie überfordernd und herrisch. Die Konfis wurden in der Predigt zur Reflexion angeregt: Welchen Trainer wollen sie in ihrem Glaubensleben haben? Und welcher Trainer möchten sie selbst für andere sein?
Priester Marco Irrgang sprach in seinem Mitdienen über den bevorstehenden Übergang in die Jugendzeit – voller Möglichkeiten und Abenteuer. Die Feier des Heiligen Abendmahls und ein gemeinsames Lied rundeten den KiGo feierlich ab.
Abschluss mit Symbolik
Am Ende des Gottesdienstes erhielt jeder einen Baustein-Anhänger aus einer Schatztruhe als Symbol dafür, dass wir alle ein Teil einer großen Gemeinschaft sind sowie einen Schlüssel. Der Schlüssel kann beim ersten Jugendgottesdienst der Konfis eingesetzt werden und die Konfis erwartet dann ein passendes „Gegenstück“ – ein Zeichen für Zusammenhalt und Wachstum.
Bevor sich die Gruppe verabschiedete, wurde noch ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht. In kleinen Reflexionsrunden äußerten die Jugendlichen ihre Eindrücke: Dankbarkeit, Freude und das Gefühl, wirklich näher zusammengerückt zu sein, bestimmten die Rückmeldungen.
Unser himmlischer Vater hat auch hier seinen spürbaren Segen dazu gegeben.
(mit freunlicher Genehmigung der Gemeinde Frechen)
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