Chronik der Gemeinde

Am Donnerstag, 31.03.1993, fusionierten die bis dahin eigenständigen Gemeinden Elsdorf und Bergheim und am Sonntag, 03.10.2010, fusionierten die Gemeinden Bedburg und Bergheim. Die vorliegende Chronik bietet daher eine Rückschau auf die Entwicklung der neuapostolischen Gemeinden in den Städten Bedburg, Bergheim und Elsdorf, die seit 2010 zu einer neuen Gemeinde Bergheim zusammengewachsen sind.

Bild links: Priester Peter Josef Rütten

Am 08.10.1919 wechselte Hulda Borbet ihren Wohnsitz von Iserlohn nach Bedburg. Sie empfing am 20.10.1894 das Sakrament der Heiligen Versiegelung von Apostel Menkhoff und war das erste Gemeindemitglied in Bedburg.

Am 12.10.1924 erhielten die Eheleute Hulda und Peter Josef Rütten den Segen zu Ihrer Grünen Hochzeit. Peter Josef Rütten war zu diesem Zeitpunkt als Unterdiakon in der Gemeinde Düren tätig.

Bild links: Bischof Achenbach

1927 legte Bischof Achenbach die Gemeindegrenzen im Kirchenbezirk Köln neu fest. Der Stadtbereich Bedburg gehörte künftig zur Gemeinde Quadrath.

Die missionarische Tätigkeit in Bedburg wurde von 1927 bis 1932 von Kölnern Gemeindemitgliedern und Gemeindemitgliedern aus Quadrath und Balkhausen unterstützt.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Gemeinde Quadrath nach Kerpen-Horrem verlegt.

Bild: Versammlungsstätte in Bedburg

1946 zogen weitere Gemeindemitglieder nach Bedburg. Da die angemieteten Räumlichkeiten in Kerpen-Horrem zu klein wurden, fanden die Gottesdienste bei den Eheleuten Georg und Martha Behrend, den Eltern des späteren Diakon Kurt Behrend, in Bedburg statt.

Bild, etwa 1950, von links nach rechts: Hulda Rütten (geborene Borbet), Rosa Rütten (geborene Richter), Wolfgang Rütten, Priester Alfred Rütten, Priester Peter Josef Rütten

1947 empfing Diakon Peter Josef Rütten für die Gemeinde Bedburg das Priesteramt. Zusätzlich übertrug ihm (der für die Hauptgemeinde Kerpen-Horrem zuständige Vorsteher, Priester Simon Arenz) die ständige Betreuung und Pflege der Gemeindemitglieder in Bedburg.

1955 erhielt Priester Nikolaus Meuter den Auftrag, den Gemeindemitgliedern in Bedburg als Priester zu dienen. Er wurde unterstützt von den Unterdiakonen Peter Senger und Christian von Zastrow aus Kerpen-Horrem.

Am 15.01.1956 wurde die Gemeinde Bedburg gegründet. Bis zur Einweihnung des eigenen Kirchengebäudes am 06.07.1977 versammeltenn sich die Gemeindemitglieder bei der Familie Behrendt in der Rupperburg.

Am 19.11.1957 beauftragte Bezirksapostel Walter Schmidt den Priester Nikolaus Meuter zum Vorsteher der Gemeinde Bedburg.

Im Juli 1964 wurde Diakon Peter Senger zum Priester ordiniert. Kurt Behrend und Lothar Sulimma wurden als Unterdiakone ordiniert.

Am 10.05.1964 verstarb Peter Josef Rütten im Alter von 75 Jahren. Die Trauerfeier fand am 14.05.1964 in Bedburg statt.

Am 01.09.1965 wurde Alfred Glienke zum Unterdiakonen für die Geminde Bedburg ordiniert.

Am 01.07.1971 wechselte Priester Klaus Meuter in die Gemeinde Frechen. Aus der Gemeinde Kerpen-Horrem wechselte zeitgleich Priester Horst Ludwig in die Gemeinde Bedburg und war bis zum 31.08.1975 als Gemeindevorsteher tätig.

1971 empfingen für die Gemeinde Bedburg Klaus-Dieter Zeiler, Helmut Senger und Reinhold Knabben das Unterdiakonenamt und Alfred Glienke das Diakonenamt.

Am 31.12.1971 gehörten zur Gemeinde Bedburg 60 Gemeindemitglieder.

„Der Herr segne deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit“ (Psalm 121,8). Mit diesem Bibelwort weihte Bezirksapostel Emil Schiwy am 29.12.1974 das neu errichtete Kirchengebäude in Bergheim. Bis zu diesem Tag gehörten 89 Geschwister, in Bergheim und den umliegenden Ortschaften wohnend, zu der ungefähr zehn Kilometer entfernten Gemeinde Kerpen-Horrem.

Mit dem Bau des Bergheimer Kirchengebäudes begann man 1973. Die Bauarbeiten verzögerten sich zwar durch einen Sturmschaden – der aus Holz montierte Dachstuhl riss in zwei Teile – doch konnte die Kirche rechtzeitig am 29.12.1974 eingeweiht werden.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich in der kleinen Gemeinde viel getan: Familien sind zu- und weggezogen, Kinder wurden geboren und Gemeindemitglieder sind verstorben. Viele haben das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung oder zu ihren Hochzeiten und Ehejubiläen den Segen Gottes erhalten.